kaum eine wolke am himmel auf der strecke von gager nach sassnitz – gut vier stunden und 25sm. segeln konnten wir erst nach der rinne „landtief“ dem betonnten fahrwasser welches um die südspitze der halbinsel mönchgut führt. drei-vier windstärken aus südost, angenehm… knapp fünf sm vor sassnitz flaut der wind und dreht – holen das segel runter und… was ist da vorne??? weisse schaumkronen! wir schauen einander an… es ist stahlblauer himmel, sonne pur, wo kommt denn bitte der wind her?? und schon knallen uns 33knoten wind auf die nase!! HALLELUJA!! joujou stampfte durch die in sekundenschnell aufgebaute hohe welle – dauerdusche! und das bei strahlend blauem himmel, knappe stunde vor der hafeneinfahrt – seppi hatte seinen spass in sekundenschnelle nach der ersten salzwasserdusche verloren und wollte sofort runter ins schiff. endlich im hafen angekommen legten wir mit 6! windstärken an der mole an – alles gut geklappt – HIMMEL war ich froh das wir fest waren… und du glaubst nicht, keine stunde später war der wind weg, nichts, aber auch gar kein lüftchen mehr – es ist manchmal zum hühnermelken!! 
von sassnitz aus fahren viele fahrgastschiffe zum königsstuhl, die kreideküste ist traumhaft schön – wir gehen zu fuss, der jasmund nationalpark grenzt direkt an sassnitz und es gibt tausend wandermöglichkeiten.

abends erleben wir ein gewitter wie kaum zuvor – mindestens zwei stunden bbolllertte und brach der himmel über und in sich zusammen als müsste die welt untergehn – ich hatte gar keinen spass an der sache – erst spät nach mitternacht beruhigte sich die lage langsam, die welle aber… – das durch den heftigen wind aufgewühlte wasser blieb – wir wurden ganz schön durchgeschaukelt.
das gewitterspiel wiederholte sich am samstag nochmals, etwas weniger heftig dafür mit mehr regen – mitten drin kamen zwei schwedische segelyachten im hafen an… stefan hat oelzeug angezogen um den ankommenden zu helfen – keine sekunde hätte ich mit den yachtis tauschen mögen! – die waren sicher auch totalfroh endlich angekommen zu sein 
sieben windstärken sind für sonntag gemeldet – wir bleiben noch einen tag länger… und entscheiden uns spontan richtung stettiner haff zu segeln. 5.30 tagwach und wieder stahlblauer himmel, wind 3-4 aus west-südwest – noch im hafen setzen wir segel und joujou rauscht mit mehr als sieben knoten durchs wasser. – nach gut vier stunden laufen wir bei peenemünde in den peenestrom und folgen dem betonnten fahrwasser nach kröslin.


